Warum sich eine BU lohnt?

Wer sich mit einer Berufsunfähigkeitspolice für den Fall der Fälle eine Rente sichern will, sollte das möglichst früh tun.

Vorteil: Die Chancen, den obligatorischen Gesundheitscheck zu bestehen, sind in jungen Jahren am besten – und wer den Test erfolgreich absolviert hat, muss ihn nicht mehr wiederholen.

Auf keinen Fall sollte der Antragsteller dabei allerdings schummeln, denn schon selbst als „Flunkereien“ eingeschätzte Falschangaben können später den gesamten Versicherungsschutz kosten. Zwar ist das Rücktrittsrecht der Versicherer nach zehn Jahren in der Regel ausgeschlossen, doch das sollte niemanden zu falschen Angaben über seinen Gesundheitszustand verleiten. Denn wenn der Kunde vorsätzlich Erkrankungen oder Verletzungen verschwiegen hat und die Gesellschaft das nachweisen kann, ist eine Kündigung immer möglich – selbst wenn die Versicherung auf ihr Kündigungsrecht verzichtet hatte. In solchen Fällen der arglistigen Täuschung muss die Assekuranz dann keine Leistungen erbringen.

Ausreichender Spielraum: Wichtig ist auch, bei der Vereinbarung der Rente einen realistischen Absicherungsbedarf für den Ernstfall zu Grunde zu legen. Als grobe Faustregel gelten 75 Prozent des Nettoeinkommens, aber bei hohen laufenden Belastungen oder geringen persönlichen Reserven können durchaus höhere Beträge angebracht sein. Policen mit dynamisierten Beiträgen können ebenfalls sinnvoll sein. Bei solchen Modellen steigen in regelmäßigen Abständen die Prämien, aber auch die Rentenansprüche, die damit einen gewissen Inflationsschutz bieten.

Hilfreich ist auch eine Nachversicherungsoption, um beispielsweise bei Heirat oder Geburt eines Kindes den Schutz auszubauen. Die Wahrheit- lohnt sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung Die Auswirkungen einer Berufsunfähigkeit sollen fatal sein. Doch wie sieht dies konkret in Euro und Cent Ja, denn ein Großteil der BU Fälle gehen auf das Konto von psychischen Erkrankungen wie z.B. Depressionen. Da ist es schon mit Familie unter Umständen existentiell. Erwerbsunfähigkeitsrente bezieht man von der DRV. Hier ist das Kriterium Ob man täglich weniger als drei bzw sechs Stunden irgendetwas arbeiten kann (auch wenn es nur theoretisch ist).

Bei einer BU geht es nach den Regeln des § 172 VVG und hebt auf den erlernten bzw ausgeübten Beruf ab. Hier ist das Kriterium, ob man diesen überhaupt noch ausüben kann. Bitte bei eine BU auf die Bedingungen achten und keine Verweisbarkeitsklauseln akzeptieren.

Ein guter Makler kann Sie umfassend beraten. Und das lege ich Ihnen ans Herz, denn im Internet selbst was abschließen bedeutet nicht das die BU billiger ist. Nee, die kostet beim Makler genau dasselbe wie im Netz. Ja, völlig falsch.

1.) Die Erwerbsunfähigkeitsrente ist viel zu niedrig, um sich und auch noch andere über Wasser zu halten.

2.) Und der Schluss, dass bei einem Schreibtischberuf BU gleich EU bedeutet, ist auch falsch. Psychische Erkrankungen wie auch Probleme mit Augen (Computer) können BU verursachen, aber EU ist man dann noch nicht. Die Tatsache, dass bei einem solchen Beruf das Risiko geringer ist als z.B. bei körperlichen Tätigkeiten, schlägt sich in einer geringeren Prämie niedriger. Also: unbedingt machen !

Ein paar kleine Gedanken dazu: •das mit der Familie ist nur passiv richtig, denn vor allem geht es um DEIN Einkommen bei Berufsunfähigkeit. Da dort aber meist eine Famiie dranhängt, die auf Dein Einkommen angewiesen ist, ist die natürlich passiv wichtig ! •wieso kannst Du gleich gar keinen Beruf mehr machen, nur weil Du kein Buchhalter mehr sein kannst ? Es gibt auch Schreibtischberufe mit geringeren Anforderungen und andere Berufe, auf die verwiesen werden kann Es gab dazu mal einen schönen Presseartikel, aus dem ich gern zitiere: “Vor allem Büroangestellte sehen für sich meist überhaupt kein Berufsunfähigkeits-Risiko, hat die Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analyse mbH herausgefunden. Auch bestehen erhebliche Fehlvorstellungen, welche Leistungen die Sozialversicherungen erbringen… Bei Büroangestellten glauben sogar 81 Prozent, dass sie nur einem niedrigen Risiko ausgesetzt sind… Offensichtlich wissen die meisten Deutschen nicht, welche Ursachen für eine Berufsunfähigkeit dominieren. Fast jede dritte Frühverrentung geht beispielsweise auf das Konto psychischer Erkrankungen. Auch Krebsleiden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind sehr häufige Ursachen. Diese Krankheiten können Büroangestellte wie Handwerker gleichermaßen treffen.” Ich höre das auch öfter, dass man als Bürohengst ja kein Risiko hätte. Ich packe dann immer meine Tabelle mit Leistungsbeispielen aus (gerade dann auch die von Büroleuten) und lass die Leute lesen und frage dann, welche dieser Erkrankungen sie denn für sich ausschließen würden 😉

Die Frage ist auch nicht, wie hoch das Risiko ist, dass es Dich trifft. Lotto ist 1:140.000.000 und genügend Leute spielen. Wenn nix passiert, haben sie eben nicht gewonnen. Jeder 4. dagegen wird BU und WENN es Dich zufällig doch mal trifft, dann ist Dein bisheriges Leben durch das Sozialhilfeniveau der Erwerbsminderungsrente vorbei. Ist das das Risiko wert ? Vom lohnen einer Versicherung zu sprechen, ist immer der falsche Ansatz. Eine Versicherung soll immer ein Risiko abdecken, das den Versicherten treffen kann.

Ein Versicherung hat für den Versicherten keinen Rentabilitätsgesichtspunkt. Wenn dein Hausrat abbrennt, zahlt die Hausratversicherung dir den neuen Hausrat. Wenn du einen Autounfall hast, zahlt deine Kfz.-Haftpflicht den Schaden deines Unfallgegners. Wenn du keinen Unfall hast, dein Haus nicht abbrennt, lohnen sich dann die Versicherungen nicht??? Falsche Frage- okay. Berufsunfähigkeitsversicherung: Was ist wenn du krank wirst. Wenn du nicht mehr arbeiten kannst. Wenn du einen schlimmen Unfall hast etc. Wer zahlt dann deine Miete oder sonstiges, wer versorgt deine Familie?? Mein Rat. Schließe eine BU-Versicherung ab und hoffe, dass du sie niemals benötigst. Leider haben in unserem Land viele Menschen ihr Auto besser versichert als ihre Arbeitskraft. ——————————————————————————–

Seit Januar 2001 gibt es für alle Personen, die nach dem 2. Januar 1961 geboren wurden, keine gesetzliche Berufsfähigkeitsrente mehr. Stattdessen nur noch eine volle Erwerbsminderungsrente bzw halbe Erwerbsminderungsrente. Volle Erwerbsminderungsrente 37% vom letzten Netto, erhält wer weniger als 3 h arbeiten kann pro Tag Halbe Erwerbsminderungsrente 19% vom letzten Netto, erhält wer mehr als 3 aber weniger als 6 h pro Tag arbeiten kann. Beim Abschluss gibt es leider viele Fallstricke zu beachten. Wichtige Kriterien für die BU sind die Prozessquote der Anerkennung sowie Ausschluss der abstrakten und ggf. der konkreten Verweisung und noch vieles mehr. Ein Laie findet hier nicht durch und geht hier die Gefahr ein große Fehler zu machen oder bei der falsche Versicherung abzuschließen. Deshalb BU- Versicherung nie ohne Versicherungsmakler. Es geht um sehr viel Geld.

Am 1.1.2008 ist das neue Versicherungsvertragsgesetz in Kraft getreten. Dort wurde Berufsunfähigkeit neu definiert. Demnach ist jemand berufsunfähig: “Wer den zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen ausgestaltet war, ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall nicht mehr ausüben kann.

Diese Definition wird von den meisten Versicherungen so in ihre Bedingungen übernommen. Fazit: Wenn jemand durch Kräfteverfall BU wird, wird ab einem bestimmten Alter immer auch geprüft werden, ob dieser Kräfteverfall altersbedingt sein kann. Diese kundenunfreundliche Bedingung ist meines Erachtens ein zukünftiger Streitpunkt. Allerdings gibt es auch Versicherungen(5x) die bewusst auf diese verschärfte BU-Definition verzichten und bei normalem Kräfteverfall eine BU-Rente zahlen ohne Unterscheidung, ob der Kräfteverfall eine andere Ursache hat als das Alter.